FAKTEN ZUR FORSTWISSENSCHAFT

PRÄSENTIERT VON ELON AST, CEO DER KLIMASCHUTZ AG

 
 
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Welcher Baum kann wo gut wachsen? Dafür betreiben wir Standortkunde – seit über 200 Jahren.
 
Wissenschaft
Einfach irgendwelche Bäume irgendwie wachsen lassen, ist eine Option. Geht aber noch besser. Seit über 200 Jahren betreiben wir darum Forschung in der Standortkunde, z. B. mit der links dargestellten Messstation an der Forstlichen Hochschule Tharandt. Klima, Relief, Boden, Nährstoffversorgung und Wasserhaushalt bestimmen den jeweiligen Standort. Und weil jede Baumart unterschiedliche Ansprüche an ihren Standort stellt, können wir ziemlich genau vorhersagen, welcher Baum wo am besten wächst, dabei geiles Holz produziert und gleichzeitig noch mega viel Kohlenstoff speichert. Wir checken also vorher die Lage genau ab, bevor wir aktiv werden. Denn manche Bäume mögen‘s heiß und manche kalt, manche brauchen mehr Futter und manche weniger. Man setzt auch keine Eisbären in der Wüste aus.
 
 
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Wir bilden die Klimaschützer von Morgen aus
 
Studenten
Jedes Jahr werden an deutschen Hochschulen und Universitäten mehrere Hundert junge Försterinnen und Förster ausgebildet, die dann direkt im Wald oder in Forschung und Lehre ihr Wissen zum Wohl unserer Wälder einsetzen. Das sind die Klimaschützer von morgen. Der Klimawandel ist heute an allen Fakultäten wichtiger Bestandteil der Lehre. Die Absolventinnen und Absolventen lernen, gezielt mit der Krise umzugehen. Ihnen werden waldbauliche Strategien an die Hand gegeben, um unsere Wälder für die Zukunft klimastabiler zu machen. The next generation forest for the next generation’s planet.
 
 
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Wir wissen, wie wir die Wälder der Zukunft entwickeln müssen
 
Wissenschaft
Verändert sich das Klima, verändert sich auch der Standort. Die Forstwissenschaft weiß dann, welcher Baum auch morgen auf dem veränderten Standort gut wachsen kann. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse hierfür liefern in Deutschland drei große Forstliche Versuchsanstalten und eine Vielzahl an Universitäten und Hochschulen. Unter Berücksichtigung langjähriger Forschungsergebnisse können wir daher faktenbasierte Zukunftsmodelle erstellen. Forstwirtschaft ist also kein Schuss ins Blaue, sondern Science, Baby, Science.
 
 
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Bodenschutz first! Weil wir wissen, was im Boden steckt.
 
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Der Waldboden ist der Lebensdünger des Waldes. Er ist neben dem Holz unser wertvollstes Kapital. Denn er ist einerseits wertvolle Grundlage für das Wachsen unserer Bäume, aus denen wir wiederum kohlenstoffspeichernde Holzprodukte machen können, und andererseits selbst ein hammer CO2-Speicher. Darum dürfen in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern Forstmaschinen nicht einfach kreuz und quer fahren, sondern nur auf dauerhaft festgelegten Rückegassen. Außerdem müssen solche Maschinen mit bodenschonenden Reifen oder Ketten ausgestattet sein.
Bodenschutz bei der Waldbewirtschaftung ist daher Klimaschutz, den wir extrem ernst nehmen. Denn jede unnötige Verdichtung schädigt die Funktionsfähigkeit unsere Böden langfristig. Du sägst ja auch nicht den Ast ab, auf dem du sitzt, oder? Richtig! Und wir schon gar nicht. Übrigens war Deutschland vor über 300 Jahren durch maßlose Abholzung fast komplett entwaldet. Erst eine gezielte Forstwirtschaft hat dafür gesorgt, dass sich Waldböden überhaupt erst wieder entwickeln konnten.
 
 
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Bei uns sind Rohstoffnutzung und Natur im Einklang
 
Wissenschaft
Nachhaltig bewirtschaftete Wälder sind der gesunde Mittelweg, Ökologie und Ökonomie unter einem Dach zu vereinen. Die Kunst, hochwertige klimafreundliche Rohstoffe zu erzeugen und gleichzeitig Arten-, Umwelt- und Klimaschutz zu betreiben, macht uns in Deutschland so schnell keiner nach. Wir ernten das Holz als Früchte des Walds und gleichzeitig schaffen und bewahren wir Lebensräume für unzählige Arten. Beide Aspekte stehen daher im Einklang. Nur nutzen geht nicht, denn es schädigt das Ökosystem Wald dauerhaft. Holz aus unseren Wäldern gar nicht mehr zu nutzen, führt allerdings dazu, dass wir Holz aus anderen Ländern importieren müssen, in denen wir keine Möglichkeit mehr haben, Einfluss auf Bewirtschaftung oder gar Raubbau zu nehmen. Das wäre in jedem Fall eine schlechte Bilanz für den Kilmaschutz, aber auch den Artenschutz. Also! Auch bei der Holznutzung gilt: think local first! Eine moderne klimastabile, multifunktionale Waldbewirtschaftung unterliegt wissenschaftlichen Erkenntnissen und nicht nur der Geldbörse.
 
 
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Deutschland steckt Millionen in die Erforschung von Wald und Klima
 
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Wir wissen echt verdammt viel. Aber halt noch nicht alles. Darum hat die deutsche Bundesregierung im Jahr 2013 den Waldklimafonds gegründet. Aus ihm werden rund 280 Forschungsprojekte finanziert, die sich mit den Zusammenhängen zwischen Wald und Klimaschutz beschäftigen. Also der Erhöhung der Anpassungsfähigkeit der Wälder an den Klimawandel sowie Maßnahmen zum Erhalt und Ausbau des CO2-Minderungspotenzials von Wald und Holz. Dafür nimmt Deutschland jährlich rund 30 Millionen Euro in die Hand. Das is ’ne Menge Schotter. Aber unser Planet ist es verdammt wert!
 
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Hier geht's zum anderen Video mit Elon Ast, CEO der Klimaschutz-AG.
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BildQuelle
Messstation, Pflanzer, HolzsstapelCanva
Fotos Elon AstJulia Melnyk
ForststudentenDeutscher Forstverein e. V.
Bodenprofil, Buchenstämme, Grafik WaldklimafondsFachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e. V.